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Ein Stapel Tageszeitungen

Appell der Stadt: Hunde bitte anleinen

Die Stadt Ingelheim am Rhein weist darauf hin, dass von Februar bis Juli, in der Brut- und Setzzeit, zahlreiche Wildvögel und Wildtiere ihren Nachwuchs zur Welt bringen. Unter die Brutzeit fallen Vögel, vor allem Bodenbrüter, die solange auf den Nestern sitzen müssen, bis die Brut geschlüpft und flügge ist. Die Setzzeit ist der Zeitraum der Geburt und Aufzucht für die Jungtiere des Haarwildes. „Gerade in dieser Zeit sind freilaufende Hunde für das Wild und die Jungtiere eine große Bedrohung. Es sollte für jeden Hundehalter selbstverständlich sein, seinen Vierbeiner an der Leine zu führen“, betont Dr. Christiane Döll, Dezernentin und zuständig für das Ordnungsamt.

Wenn ein Hund nicht an der Leine geführt wird, kann es in dieser Zeit in unübersichtlichen Situationen gefährlich für Wildtiere werden. Das kann dann unangenehme Konsequenzen für die Hundehaltung nach dem Landeshundegesetz Rheinland- Pfalz nach sich ziehen. „Oft liegen die Kinderstuben der Tiere direkt an Wegen und in der Nähe von Ortschaften. Ein kleiner Hase oder ein einsames Kitz sind nicht gleich verwaist. Oftmals kommen die Muttertiere nur einmal am Tag zum säugen, ansonsten sind sich die Kleinen selbst überlassen und versuchen, sich mit Ducken unsichtbar zu machen“, erklärt Döll. Trotz guter Tarnung sind die Jungtiere freilaufenden Hunden schutzlos ausgeliefert. Ein jagender Hund kann Rehe zu Tode hetzen oder bei trächtigen Tieren stressbedingte Fehlgeburten auslösen. Auch sollten Jungtiere nicht angefasst werden, denn der menschliche Geruch schreckt die Elterntiere ab und der Nachwuchs verhungert.

„Bevor man aktiv wird und dem „armen Waisenkindern“ helfen möchte, sollte man erst einmal abwarten und beobachten, ob nicht doch die Elterntiere wiederkommen oder sogar in der Nähe sind“, so Döll weiter.

Aus diesem Grund appelliert die Stadt Ingelheim an alle Hundehalter, in dieser Zeit Rücksicht zu nehmen und die Hunde anzuleinen. 

Bild: Pixabay.
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